Neues Jahr, neuer Zins? Wie ich durch eine simple Umschuldung jetzt 60 Euro im Monat spare
Frohes Neues, Freunde! Alex hier. Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht und der Kater hat sich mittlerweile gelegt. Apropos Kater: Ich meine nicht den vom Sekt, sondern den „Finanzkater“, wenn man im Januar auf das Konto guckt. Weihnachten war teuer, die KFZ-Versicherung wurde abgebucht… ihr kennt das Spiel.
Genau deshalb habe ich mich zwischen den Jahren mal hingesetzt und meine eigenen Unterlagen gewälzt. Dabei ist mir mein eigener Autokredit für den Zweitwagen in die Hände gefallen, den ich vor zwei Jahren (mitten in der Hochzins-Phase) abgeschlossen habe. Ich hab kurz gerechnet, telefoniert – und zack: Ich habe jetzt 60 Euro mehr im Monat. Einfach so.
Wie das geht? Das Zauberwort heißt Umschuldung. Klingt trocken wie Knäckebrot, ist aber verdammt lukrativ.
Warum Treue dich arm macht
Wir Deutschen sind ja treue Seelen. Haben wir einmal einen Kredit bei der „Bank A“ unterschrieben, bleiben wir da. Auch wenn die Konditionen mies sind.
Das Problem: Als du den Kredit damals aufgenommen hast, war deine Situation vielleicht anders.
- Vielleicht war dein Schufa-Score schlechter?
- Vielleicht war das allgemeine Zinsniveau höher?
- Vielleicht warst du noch in der Probezeit?
Wenn sich deine Bonität verbessert hat oder die Marktzinsen auch nur minimal schwanken, zahlst du aktuell wahrscheinlich zu viel. Banken kommen nicht von alleine auf dich zu und sagen: „Hey, willst du weniger Zinsen zahlen?“. Das musst du schon selbst machen.
Der Ablauf: So tauschst du „Alt und Teuer“ gegen „Neu und Billig“
Viele haben Angst vor dem Papierkram. Aber ehrlich gesagt, ist das heute fast alles digital. Hier ist mein Schlachtplan, wie ich vorgegangen bin:
- Restschuld prüfen: Ich habe bei meiner alten Bank angerufen und gefragt: „Was kostet es, wenn ich den Kredit heute komplett ablöse?“ (Genauer Betrag wichtig!).
- Vergleich anwerfen: Ich bin auf die bekannten Vergleichsportale gegangen und habe diese Restsumme als neuen Kreditbetrag eingegeben. Wichtig: Verwendungszweck „Umschuldung“ oder „Fahrzeugkauf“ angeben.
- Das Aha-Erlebnis: Mein alter Kredit lief mit 7,9 %. Das günstigste Angebot für meine jetzige Bonität lag bei 5,4 %.
- Der Antrag: Ich habe den neuen Kredit beantragt. Sobald das Geld auf meinem Konto war, habe ich es direkt an die alte Bank überwiesen. Thema erledigt.
Die Rechnung (Lohnt sich das wirklich?)
Lass uns mal Tacheles reden. Zahlen lügen nicht. Stell dir vor, du hast noch 15.000 € offen und musst noch 48 Monate zahlen.
- Alter Kredit (7,9 %): Du zahlst ca. 365 € im Monat.
- Gesamtzinsen über die Restlaufzeit: ca. 2.500 €.
- Neuer Kredit (5,4 %): Du zahlst ca. 348 € im Monat.
- Gesamtzinsen: ca. 1.700 €.
Merkst du was? Das sind 800 Euro, die du der Bank schenkst, wenn du nichts tust. Oder eben knapp 17 Euro im Monat, die du weniger hast. In meinem Fall war die Differenz sogar noch größer, weil ich die Laufzeit etwas gestreckt habe, um die Rate drastisch zu senken (auf die besagten 60 € Ersparnis).
Aber Vorsicht: Die Strafgebühr!
Bevor du jetzt losrennst: Denk an die Vorfälligkeitsentschädigung, über die ich neulich schon geschrieben habe. Die alte Bank darf maximal 1 % der Restschuld als Strafe verlangen.
Bei 15.000 € sind das 150 €. Wenn du aber (wie im Beispiel oben) 800 € an Zinsen sparst, dann zahlst du die 150 € Strafe doch liebend gerne aus der Portokasse, oder?
Mein Appell für 2026:
Kramt eure Ordner raus. Schaut auf den Zinssatz eures aktuellen Autokredits. Wenn da eine Zahl steht, die höher ist als das, was heute möglich wäre – handelt! Es ist euer Geld.
Habt ihr schonmal umgeschuldet oder traut ihr euch nicht ran?